Informationen zum Film 

...Auge um Auge ...

Der Film „Auge um Auge“ beobachtet eine Flüchtlingsfamilie, die nach einer schweren Zeit von Folter und Vergewaltigung in ihrer diktatorischen Heimat Zuflucht im Asylwohnheim einer deutschen Großstadt gefunden hat.

Hadi, Mona, ihre beiden Töchter und Monas Vater suchen, sich in das tägliche Leben einzugliedern; doch düstere Erinnerungen an eine schlimme Vergangenheit und die Sehnsucht nach der vertrauten Heimat, sowie nach Verwandten und Freunden lassen die Familie nicht zur Ruhe kommen. Durch einen beängstigenden Vorfall mit Skinheads wird das ganze Wohnheim in Unruhe versetzt.

Dann hat Hadi eine fatale Begegnung. Er glaubt, Nuri, den Folterer aus dem Gefängnis, in dem er und seine Familie gequält wurden gesehen zu haben. Hadi bricht zusammen. Alle Vorsätze, sich und seiner Familie ein ruhiges Leben aufzubauen und neu anzufangen, sind zerstört. 

...das Opfer wird zum Täter ... der Täter zum Opfer ... Auge um Auge...

Immer wieder hören wir die stereotypen Nachrichten über Anschläge auf Menschen, die in Not bei uns Zuflucht suchen und dann auch hier Angst um ihr Leben haben müssen. Die Entscheidung, seine Heimat, die vertraute Umgebung, Familie, Verwandte und Freunde zu verlassen, trifft man nicht aus Lust und Laune.

Der Film schildert in spannender Weise die Tragödie einer dieser Familien, die weder in ihrer Heimat noch hier ein ruhiges Dasein führen können.

Er wirbt um Verständnis für Menschen, die in lebensbedrohlicher Not um Hilfe bitten.

 

ROYA - Film GmbH
Ein Film von Mansour Ghadarkhah
mit Andreas Pauls, Renan Demirkan, Jannis  Zoidis und Demir Gökgöl
Buch: Ruth Maria Ghadarkhah und Mansour Ghadarkhah
Musik: Axel Kassner 
Schnitt: Michele Barbin
Herstellungsleitung: Ruth Maria Ghadarkhah
Produktionsberater: Manfred Lenert
Regie: Mansour Ghadarkhah
 

Der Film wurde gefördert von
Filmbüro NW e. V., Filmfond Hamburg, Filmbüro Hamburg,
Niedersächsische Filmförderung, Kuratorium Junger Deutscher Film

    

© Christian Scholz, Juli 2000